Sony PSPgo: Neue portable Spielekonsole ist ab sofort erhältlich

Die PSPgo unterscheidet sich durch ein ausschiebbares Display, 16 GByte internen Speicherplatz und den Verzicht auf UMD-Medien von der alten PSP.
Die PSPgo unterscheidet sich durch ein ausschiebbares Display, 16 GByte internen Speicherplatz und den Verzicht auf UMD-Medien von der alten PSP.

Sony Computer Entertainment Europe (SCEE) hat heute den Marktstart seiner neuen mobilen Spielekonsole PSPgo (PSP = PlayStation Portable) angekündigt. Die schlanke PSPgo verfügt im Gegensatz zum Vorgänger PSP Slim & Lite über ein aufschiebbares Display und integriert satte 16 Gigabyte integrierten Speicherplatz, verzichtet dafür aber auf einen UMD-Schacht. Spiele werden also auf rein elektronischem Wege online erworben, heruntergeladen und ohne separates Speichermedium verwaltet und genutzt.

PSPgo-Besitzer sollen Entertainment-Inhalte wie Spiele, Videos und Fotos so auch ohne Speicherkarte direkt auf der PSPgo speichern können. Da sich die Bedienelemente unterhalb des Displays befinden, ist die PSPgo spürbar kleiner als die „alte“ PSP.

Parallel zur Veröffentlichung der PSPgo gibt SCEE die Verfügbarkeit der neuen ‚Minis‘ bekannt. Dabei handelt es sich um kurzweilige Spiele, die nur wenig Speicherkapazität (maximal 100 MByte) benötigen. Die Palette der Minis reicht von klassischen Arcade-Rennspielen bis hin zu Da die Bedienelemente einzigartigen Spielkonzepten. Die Minis sollen exklusiv über den PlayStation Store zu Preisen zwischen 2,99 Euro und 4,99 Euro erhältlich sein.

Sony bietet zum Verkaufsstart der PSPgo zwei Aktionen an, mit denen kurz entschlossene Neukäufer und Umsteiger in den Genuss kostenloser Spiele kommen.
Sony bietet zum Verkaufsstart der PSPgo zwei Aktionen an, mit denen kurz entschlossene Neukäufer und Umsteiger in den Genuss kostenloser Spiele kommen.

Bis zum 10. Oktober 2009 schenkt SCEE Käufern einer PSPgo übrigens eine kostenlose Vollversion des Rennspiels PSP Gran Turismo Edition. Gran Turismo für PSP soll 800 verschiedene Autos bieten, mit denen Spieler über die beliebtesten Rennstrecken brettern können. Um in den Genuss des Spiels zu kommen, muss die neue PSPgo im PlayStation Network registriert werden und müssen gewisse Anweisungen befolgt werden.

Wer eine PSP 1000, 2000 oder 3000 sowie mindestens eine Spiele-UMD besitzt und die PSPgo erwirbt, kann am PSPgo-Rewards-Programm teilnehmen. Dazu muss man sich mit dem neuen Gerät und in Folge mit der alten PSP und dem Spiel im PlayStation Network registrieren. Sind die IDs des Geräts und des Spiels noch nicht registriert, kann man sich aus einer Bestenliste mit 16 Spieletiteln drei Games kostenlos auswählen und herunterladen. Neben Killzone stehen unter anderem Wipeout Pure, Ratchet & Clank: Size Matters, Echochrome, Buzz!: Deutschlands Superquiz, Locoroco und Patapon zur Verfügung. Die Spieletitel können je nach Land variieren und bestimmten Altersbeschränkungen unterliegen.

Die PSPgo kommt in den Farben Klavierlack-Schwarz und Perlweiß für 250 Euro in den Handel.
Die PSPgo kommt in den Farben Klavierlack-Schwarz und Perlweiß für 250 Euro in den Handel.

PSPgo agiert zudem als mobiler Entertainer und beherrscht neben entspanntem Gaming auch das Playback von Musik, Fotos und Filme. Wie der Vorgänger integriert es die VoIP-Telefonie-Software Skype, soll sich in Kürze mit Digital Comics und Inhalten aus dem Video-Lieferservice des PlayStation Network füttern lassen. Und sie soll auf die Inhalte vorhandener PlayStation-3-Systeme zugreifen können.

Die 160 g schwere PSPgo integriert neben WLAN nun auch Bluetooth 2.0. Per WLAN soll eine direkte Verbindung zwischen zwei PSP-Systemen (Ad-hoc-Modus), zwischen PSPgo und einem bestehenden WLAN (Infrastruktur-Modus) und zwischen PSPgo und PlayStation 3 (Remote Play) sowie das sogenannte Game Sharing (zwei PSP-Systeme nutzen gemeinsame Spieleinhalte) möglich sein.

Die Sony PSPgo soll ab sofort zum Preis von 249,95 Euro in den Farbvarianten Klavierlack-Schwarz und Perlweiß im Handel erhältlich sein.

player.de meint: Die neue PSPgo bietet etliche Nerungen, von denen die gravierendste der Verzicht auf die bei allen älteren PSP-Versionen zum Einsatz kommende UMD-Technik (Universal Media Disc). Das bedingt eine grundsätzliche Neuausrichtung des Kaufens und Transportierend von Spielen. Musst man bisher seine ganzen Spiele in Form der Mini-DVD-Kartuschen mit sich herumschleppen, hat man mit der PSPgo einfach keine physischen Medien mehr in der Hand. Hier spielt sich alles online und digital ab: Das Spiel wird online in Sonys Shop gekauft und direkt heruntergeladen (was den Einzelhandel nun mal gar nicht freut) und verbleibt dann in Form digitaler Daten auf dem Flash-Speicher des PSPgo. Ist der interne Speicher voll, muss ausgelagert werden. Das Ganze hat natürlich Vor- und Nachteile. Vorteilhaft ist, dass man immer eine erklecklich Menge an spielen dabei haben kann. Selbst ausgelagert auf einen Memory Stick lassen sie sich so leichter transportieren und sind – je nach Speichermedium – unempfindlicher als UMDs. Der Zugriff dürfte deutlich schneller sein und die störenden Laufwerksgeräusche fallen auch weg. Bei den guten, alten UMDs hatte man das Spiel dagegen physisch in der Hand, was vielen – vor allen älteren – Nutzern nicht unwichtig ist. Alles in allem ist der endgültige Schrift in die digitale Online-Welt aus Sonys Sicht wahrscheinlich nur folgerichtig – und selbst grummelige User werden sich so oder so damit abfinden.