Video-Nachlese: Blu-ray Player auf der IFA 2009

Panasonic DMR BS 750 - einer der ersten beiden Blu-ray Recorder für Deutschland.
Panasonic DMR BS 750 - einer der ersten beiden Blu-ray Recorder für Deutschland.

Eines der ganz großen Themen auf der diesjährigen IFA war die Blu-Ray-Technologie samt verschiedenster Blu-ray-Player nahezu aller namhaften Hersteller, seit neuestem auch von Toshiba.

Player.de berichtet im Rahmen dieses Artikels und einer Video-Nachlese über die wichtigsten Neuheiten und zeigt ein Video mit den wichtigsten Eindrücken zu Blu-ray Playern auf der IFA 2009. Bitte beachten Sie auch unsere weiteren Blu-ray News am Ende des Artikels.

Dass Blu-ray der akzeptierte Nachfolger der DVD ist, das sollte mittlerweile jedem klar sein.-  Der neueste Trend ist die Verbindung der Player zum Internet. Stichwort hier ist „BD-Live“. Über den heimischen Internetanschluss kann der Player auf zusätzlichen Content wie neue Tonspuren, Kommentare der Schauspieler oder Making-Ofs zugreifen.

Blu-ray Player von Toshiba

Viele Hersteller haben ihre neusten Geräte auf der IFA präsentiert. Darunter auch Toshiba mit seinem ersten Vertreter im Blu-Ray-Bereich. Der Erfinder der HD-DVD hatte sich lange gesträubt, auf das Konkurrenzmedium umzuspringen, letztlich blieb aber keine andere Wahl. Das Ergebnis ist der BDX2000KE. Der Player bietet DVD-Upscaling, Dolby TrueHD, DTS-HD, AVCHD und Deep Color. Er wird Anfang 2010 für etwa 270 Euro auf den Markt kommen. Alle technischen Details hat Toshiba noch nicht verraten, dennoch lässt sich von den bekannten Infos auf einen soliden Mittelklasse-Player schließen.

Blu-ray Player von Sony

Sony hat mehrere Blu-Ray-Player auf der IFA präsentiert, darunter auch eine Komplettanlage, in die ein Blu-Ray Player integriert ist. Die BDV-Z7 bietet bei ihrer geringen Größe S-Force Surround Technologie für 5.1 Surround Sound bei 350 Watt Verstärkerleistung.-  5.1-Sound wird dabei von einem 2.1-Lautsprechersystem simuliert. Der Blu-Ray-Player unterstützt BD-Live und kann Filme in 24p wiedergeben. Ebenso lassen sich -wie bei allen bekannten Blu-ray Playern- normale DVDs auf Full-HD hochrechnen. Eine Digital-Media-Port-Schnittstelle ermöglicht es, auch von anderen Medien Filme und Musik wiederzugeben. Der Die BDV-Z7 wird ab September für etwa 1.000 Euro im Handel verfügbar sein.

Blu-ray Player von Panasonic

Panasonic hatte sogar einen portablen Blu-Ray-Player im Gepäck. Der DMP-B15 war zum Zeitpunkt seiner Einführung der erste tragbare Blu-Ray-Player und ist deshalb auch leider auch nicht unbedingt ein Schnäppchen. In wiefern der Player Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten, denn der Bildschirm ist zwar mit 1024 x 600 Punkten ganz gut aufgelöst, reicht aber dennoch nicht, um die Blu-Ray-Möglichkeiten voll auszunutzen. Durch einen HDMI-Anschluss kann der Player aber zumindest noch Full-HD-fähige Geräte angeschlossen werden. Zudem befindet sich ein SD-Karteneinschub an der Seite, wodurch auch Fotos problemlos mit dem DMP-B15 betrachtet werden können. Noch ein kleiner Minuspunkt: Die Akkulaufzeit wird zwar von Panasonic mit 2,5 Stunden angegeben, in der Praxis aber nicht erreicht. Der Player schlägt mit rund 600 Euro schon ein großes Loch in den Boden der Haushaltskasse.
Daneben hat Panasonic auch Heimkino-BD-Player gezeigt. Darunter auch den bereits getesteten DMP-BD60, der eine vollwertige Full HD Ausgabe mit 1080/24p ermöglicht. Durch VIERA Cast und BD Live können zusätzliche Inhalte wie Youtube-Videos aus dem Internet bezogen werden. Desweiteren unterstützt der DMP-BD60 die Wiedergabe von AVCHD, HD-JPEG und MPEG2 über einen SD-Karteneinschub. Für einen optimalen Klang sorgt die Unterstützung von DD Plus, DD TrueHD und DTS HD per HDMI 1.3. Zudem können Multimediaformate wie MP3 oder DivX von CD-R/RW wiedergegeben werden. Wie bereits berichtet, hat Panasonic auch die ersten Blu-Ray Recorder für den deutschen Markt auf dem Messestand vorgestellt.

Blu-ray Player von JVC

Blu-Ray Player BP1 von JVC
Blu-Ray Player BP1 von JVC

JVC war unter anderem mit dem XV-BP1 (Player.de berichtete) präsent. Der BD-Player bietet ebenfalls die BD Live Funktion mit BD-Profil 2.0. Neben der 1080/24p Wiedergabe kann HD-Audio auch als Bitstream ausgegeben werden. Folgende Audio-Decoder hat der XV-BP1 im Gepäck: Dolby Digital Plus, Dolby TrueHD und DTS-HD. Die x.v.Colour/Deep-Colour-Technologie ermöglicht eine realistische Darstellung von bewegten Bildern und bietet einen erweiterten Farbraum mit einem größeren Kontrast. Die Anzahl der dargestellten Farben wird durch Deep Colour-Technologie um das viertausendfache gesteigert.

Blu-ray Player von Philips

Auch Philips hat auf der IFA sein neues BD-Flaggschiff, den BDP9500, vorgestellt. Das Modell kommt in einem 3 Millimeter starken Aluminiumgehäuse daher und wird mit einem „Qdeo Videoprozessor“ angetrieben. Neben der Blu-Ray-Disc kann der BDP9500 auch DivX Ultra, AVCHD, MKV, WMV sowie JPG, MP3, AAC, WMA und PCM wiedergeben. Zusätzlich gibt es noch eine Bildanpassung an den 21:9-Fernseher von Philips, der ebenfalls auf der IFA zu bewundern war. Im November wird der BDP9500 voraussichtlich für 550 Euro zu haben sein.

Player meint:
Der Heimkino-Enthusiast hatte auf der diesjährigen IFA viel zu sehen. Das Medium Blu-Ray wird die DVD in der nächsten Zeit ablösen, vor allem weil die Player mittlerweile in allen Preiskategorien erhältlich sind. Abgesehen von dem sehr gewagten Experiment von Panasonic bieten alle Hersteller attraktive Abspielgeräte zu günstigen Konditionen.