HDTV-Programmtipp für Musikfans: Eurythmics, U2, Bryan Adams und Peter Gabriel auf arte HD

In der Reihe Pop Galerie Reloaded zeigt arte HD am Sonntag, 9. August 2009 ab 10 Uhr Gruppen und Musiker aus den 80ern. Um 10 Uhr starten die Eurythmics, um 11 Uhr folgen U2, ab 12 Uhr ist Rocker Bryan Adams zu sehen und um 12 Uhr 55 schließlich zeigt der Sender den Film „The Real World of Peter Gabriel”.

Sonntag, 9. August 2009, 10 Uhr:
Pop Galerie Reloaded
Eurythmics

Annie Lennox und Dave Stewart, bekannt als "Eurythmics", haben den Sound der 80er Jahre wesentlich geprägt. Die unverwechselbare Stimme von Lennox, aber auch ihr Auftreten und ihre Haltung haben sie zur Stilikone einer ganzen Frauengeneration werden lassen.

Die Dokumentation von Niels Folta bietet einen umfangreichen Rückblick auf die Stationen dieser Ausnahmeband. Sie enthält aber auch eine profunde Reflexion der beiden Künstler über Musik, ihre Arbeit mit modernen Medien und eine gehörige Portion Gesellschaftskritik.
Ausgehend vom weltbekannten Hit "Sweet Dreams Are Made Of This" aus dem Jahr 1983, werden alle wichtigen Stationen der Karriere musikalisch illustriert. Ein abgerundetes Porträt 30 Jahre nach Gründung des Duos, das Musikgeschichte geschrieben hat und immer noch schreibt.

 

Sonntag, 9. August 2009, 11 Uhr:
Pop Galerie Reloaded
U2

Die in Dublin gegründete Band U2 ist mit ihrem Leadsänger Bono sicherlich einer der größten Exportschlager der grünen Insel. Was mit Powergitarrenrock anfing, wandelte sich im Laufe der Jahre zu Glam-, Prog-Rock oder auch Disco bis hin zu Hip-Hop. 1979 landete U2 mit "Out of Control" seinen ersten Nummer-1-Hit. 1983 kam das Album "War" heraus und "Sunday Bloody Sunday", ein Friedenssong für Nordirland. Im selben Jahr treten die Jungs aus Dublin in Deutschland auf der "Loreley" auf und zählen von da an auch zu den europäischen Popmusikgrößen. Die Dokumentation erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Kultband.

Larry Mullen hängte 1976 einen Zettel in seiner Schule auf, mit dem er Musiker für eine Band suchte. Bono, damals noch Paul Hewston, musste von seinen Mitstreitern zum Singen überredet werden, damit die Band an einem Talentwettbewerb teilnehmen konnte. Nach eigener Überzeugung ohne Begabung, probierte er bestimmte Posen stundenlang vor dem Spiegel und zeigte später viel Engagement bei seinen Auftritten. Vervollständigt wurde die Crew der Schulfreunde durch den Bassisten Adam Clayton und Dave Evans, genannt "The Edge". Zusammen werden sie U2, eine der erfolgreichsten Bands aller Zeiten.
Die musikalischen Anfänge der Band aus Dublin standen noch ganz unter dem Einfluss von Punkbands wie "The Clash". Ihren Durchbruch erzielten sie allerdings mit einem mystisch angehauchten Sound, der die Alben "The Unforgettable Fire" und "Joshua Tree" an die Spitze der Charts katapultierte.
Später erwarben sich U2 den Ruf einer "politisch korrekten" Band durch die zahlreichen Engagements für Greenpeace, Solidarnosc sowie durch das "Live Aid"-Konzert oder mit Texten gegen die Gewalt in ihrem Heimatland Nordirland. So wurde der Hit "Sunday, Bloody Sunday" zur pazifistischen Protesthymne gegen den Bürgerkrieg.

Sonntag, 9. August 2009, 12 Uhr:
Pop Galerie Reloaded
Bryan Adams

Er war einer der größten Rockstars der 80er Jahre und ist auch heute noch heiß begehrt: Der Kanadier Bryan Adams gehört zu den Superstars des Mainstreamrocks. Seine Mischung aus Rocksongs und gefühlvollen Balladen brachten ihm etliche Top-10-Hits und Platin-Alben ein. "Pop Galerie Reloaded" zeigt den Weg eines bescheidenen Menschen, der in den frühen 70er Jahren als Sänger und Gitarrist anfing.

Bryan Adams – Saubermann des Rock’n’Roll – wollte niemals Superstar werden. Dass er es trotzdem wurde, stimmt ihn eher nachdenklich. "Ich wollte eigentlich nur ein paar gute Songs schreiben, der Rest war Glück", ist Adams Kommentar zu Ruhm und Rummel, den das Business selbst schuf.
Seinen Durchbruch schaffte er mit harten, kantigen Rocksongs, die seine markante Stimme unvergesslich machte. Doch nachdem er als Rocker Titel wie "Summer of 69" oder "Cuts Like a Knife" unters Volk gebracht hatte, begann 1991 ein zweiter Aufstieg.
"Pop Galerie Reloaded" geht neben seiner steilen Karriere ebenfalls auf den zwischenzeitlichen Wandel Adams‘ vom Rocker zum Schmusesänger ein. Denn seit dem Einstieg ins Filmgeschäft und der Zusammenarbeit mit dem Produzenten Robert J. Lange und Michael Kamen, veröffentlichte er Songs wie "Everything I Do I Do It For You" (für den Kinohit "Robin Hood – König der Diebe"), "All For Love" (gemeinsam mit Sting und Rod Steward für "Die drei Musketiere") oder "Have You Ever Really Loved A Woman" ("Don Juan de Marco") – und sprengte damit alle persönlichen Rekorde.
Als wochenlange Nummer 1 mit Platzierungen in weltweit allen Hitparaden, wurde die Richtigkeit seines Imagewandels bestätigt. Der Soundtrack-Balladen-Sänger schien in dieser Schublade festzustecken. Doch wenn er heute durch die Stadien und Konzertsäle tourt, dann dürfen sich die Fans wieder auf knackigen 80er-Rock und seine knarzig-raue, unvergessliche Stimme freuen

Sonntag, 9. August 2009, 12 Uhr 55:
The Real World of Peter Gabriel

Mitte der 70er Jahre wurde er als Sänger von "Genesis" weltberühmt, doch Peter Gabriel hat sich seit damals wesentlich weiterentwickelt. Ende der 80er gründete der engagierte Brite das Forum "Real World Records", das Musikern aus der ganzen Welt die gleichen Chancen und Aufstiegsmöglichkeiten bietet wie ihren westlichen Kollegen.

"Sledgehammer" ist einer seiner größten Hits und animiert sofort zum rhythmischen Mitklopfen. Doch er kann auch anders: Anfang der 80er Jahre begann der Rockstar Peter Gabriel, Ex-Frontman der Gruppe Genesis, mit Musikern aus anderen Kulturen zusammenzuarbeiten. Ende der 80er gründete er "Real World Records", um diesen Künstlern die Vermarktung ihrer Musik zu den gleichen Bedingungen wie ihren westlichen Kollegen zu ermöglichen.
Gabriel sieht den Kern seines Schaffens darin, die Grenze zwischen "uns hier" und "denen da" so weit wie möglich aufzulösen. Das schlägt sich in seiner Arbeit als Musiker, Künstler und Plattenproduzent nieder und hat zu einem weitreichenden politischen und sozialen Engagement geführt.
"Real World Records" feiert dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Der Film von Dieter Zeppenfeld und Georg Maas untersucht, wohin sich Peter Gabriels Vision mit den Jahren entwickelt hat.

Im Mai dieses Jahres wurde Peter Gabriel ebenso wie der venezolanische Komponist und Wirtschaftswissenschaftler José Antonio Abreu mit dem Polar-Musikpreis, dem inoffiziellen Nobelpreis für Musik, geehrt. Der Polarpreis ist mit insgesamt zwei Millionen Kronen (190.000 Euro) dotiert. Er wurde 1989 vom früheren Manager des schwedischen Popquartetts Abba, Stig ("Stikkan") Anderson, gestiftet und wird seit 1992 jährlich vergeben. Anderson bemühte sich vergeblich, den Polarpreis als neuen Nobelpreis durchzusetzen. Er starb 1997.

player.de meint:
Wer auf Musik aus den 80ern steht, der sollte am Sonntag 9. August 2009 ab 10 Uhr arte HD einschalten, es lohnt sich bestimmt.