Praxistest: YouTube mit dem Blu-ray Player LG BD370

Abseits seiner Fähigkeiten als Blu-ray-Player, die player.de gerade ausführlich im Labor von AV T.O.P. Messtechnik unter die Lupe nimmt, macht der neue BD370 von LG durch eine Zusatzfunktion auf sich aufmerksam. Über seine Netzwerkschnittstelle greift der neue LG-Player nicht mehr nur auf schnöde Zusatzinfos oder interaktive Features von Blu-ray-Scheiben nach dem BD-Profil 2.0 (BD-Live) zu sondern auch auf Multimedia-Inhalte aus dem Netz. Wie schon zuvor Samsung mit dem BD-P4610 oder BD-P3600 und Panasonic mit den Modellen DMP-BD60 und DMP-BD80 macht LG den Blu-ray-Player also zur netzwerkfähigen Multimediazentrale. Bei Samsung glaubt man derzeit noch, allein durch den Abruf von Dateien vom PCs  begeistern zu können. Bei Panasonic und nun auch bei LG setzt man dagegen auf den populärsten Videodienst im Web: YouTube.

Und es ist erstaunlich, wie viel Spaß YouTube-Videos auf Flachbildfernseher oder Leinwand machen können. Auch wenn die Qualität vieler Clips eines Full-HD-Displays alles andere als gerecht wird, so ist es salopp ausgedrückt einfach cool aus der schier unbegrenzten Anzahl von Videoclips auszuwählen und sich berieseln zu lassen. Wenn das dann mit einem Player wie dem LG BD70 auch noch wirklich simpel vonstatten geht, was will man mehr?

Die Bedienung ist selbsterklärend, in ansprechende Menüs verpackt und führt schnell zu den angesagtesten Videoclips. Auf Wunsch gibt der LG-Player die Videos sogar als Vollbild wieder, dazu muss während der  Wiedergabe lediglich die Display-Taste der Fernbedienung gedrückt werden. Wer nach ganz speziellen Inhalten sucht, der nutzt die Suchfunktion und die dazugehörige Bildschirmtastatur.

So findet man beispielsweise seltene Konzertmitschnitte oder fahndet nach fast schon vergessenen Interpreten.

Mit ein wenig Übung klappt das schon nach kurzer Zeit äußerst schnell. So lassen sich wahre Schätze wie beispielsweise die teils etwas bizzar anmutenden Aufnahmen aus der Anfangszeit der Gruppe Kraftwerk finden.

Wie bekommt man sonst solche Perlen wie etwa Heavy Metal Kids aus dem Jahr 1971 ins Wohnzimmer? Zu der Zeit waren Kraftwerk noch Deutschrocker und Ralf Hutter hatte sich eine sechsmonatige Auszeit genommen.

Oder wie wäre es mit dem Intro der Tagesschau von 1960, als es noch im Sound einer Hammond-Orgel ertönte? YouTube und der netzwerkfähige LG machen solche Raritäten auf dem heimischen Fernseher oder im Heimkino schnell und einfach verfügbar.

Schade, dass es von LG keinen WLAN-Stick gibt. Das hat Samsung mit seinen Blu-ray Playern BD-P1600, BD-P3600 oder BD-P4610 besser gelöst.

Wenn man also auf das Netzwerkkabel verzichten möchte, bleibt nur noch die Möglichkeit, eine sogenannte WLAN-Bridge einzusetzen. Der Player ist dann mit einem Netzwerkkabel mit der Bridge verbunden und diese stellt die Verbindung zum Router her.

player.de meint:

Dass YouTube-Videos auch abseits des PCs Spaß machen können, hätte in der Redaktion kaum einer gedacht. Mit LG setzt nun nach Panasonic der zweite Hersteller auf die unterhaltenden Clips des beliebten Videoportals. Ob sich aber die Qualität bei der wichtigsten Aufgabe eines Blu-ray-Players, nämlich bei Blu-ray- und DVD-Wiedergabe sehen lassen kann, muss der BD370 gerade im Labor von AV T.O.P. Messtechnik beweisen. In Kürze gibt es hier auf player.de einen ausführlichen Test des neuen LG Blu-ray-Players.