Philips stellt den ersten Fernseher im 21:9-Format vor

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Philips Cinema 21:9

Der Philips Cinema 21:9 (56PFL9954H) ist der weltweit erste Fernseher im originalen 21:9-Kinoformat. Damit bietet der neue Philips-Fernseher das gleiche Seitenverhältnis, das man vom Kino her gewohnt ist. Die schwarzen Balken ober- und unterhalb des Bildes sind damit passé, denn die meisten DVDs und Blu-ray-Discs stellen ihren Inhalt im Format 21:9 – oder 2,39:1 – dar. Die Vorteile des 21:9-Formats demonstriert Philips in dem aufwändigen Kurzfilm Carousel.

Da es beim Cinema 21:9 keine schwarzen Balken mehr gibt, wird für die perfekte Wiedergabe auch ein passender Zuspieler benötigt. Ohne ihn müsste man sich von Untertiteln verabschieden, die nämlich im – nun nicht mehr existenten – unteren Balkenbereich angezeigt werden. Kurz vor dem Cinema 21:9 hat Philips aber auch etliche neue Blu-ray-Player angekündigt (wir berichteten). Das Top-Modell, der Philips BDP9100, soll als einziger Player die Möglichkeit bieten, Untertitel bei der Wiedergabe im 21:9-Format ins Bild hinein zu verschieben. Das Gerät soll für 499,99 Euro ab Juni erhältlich sein.

Der große Full-HD-Flachbildschirm hat eine Bilddiagonale von 56 Zoll (142 cm) und löst 2.560 x 1.080 Bildpunkte auf, bedient also den 1080p-Standard. Er kommt in 1080p mit Bildwiederholfrequenzen von 24, 25, 30, 50 und 60 fps klar. Das 200-Hz-LCD bringt die 2009er Version der ‚Perfect Pixel HD Engine‘ mit, die eine Rechenleistung von 500 Millionen Pixel pro Sekunde bieten soll. Das Display hat eine Helligkeit von 500 cd/m-², einen dynamischen Kontrast von 80.000:1 sowie eine Reaktionszeit von einer Millisekunde und soll 2.250 Billionen Farben (17 Bit RGB) darstellen können. Außerdem ist der Flachbildfernseher mit Philips Ambilight Spectra 3 ausgestattet. Diese Technik badet die Wand hinter dem Display auf drei Seiten in einem Licht, das sich in Farbe und Intensität am Bildschirmgeschehen orientiert.

Der Fernseher- verfügt über satte fünf HDMI-1.3a-Schnittstellen, DLNA-zertifizierte Netzwerkverbindungen (LAN und integriertes WLAN) sowie einen USB- und diverse andere Video- und Audioanschlüsse (2x Scart, Composite Video, S-Video, :). Dank der Netzwerkverbindungen können Streams aus dem heimischen Netzwerk aufgegriffen und wiedergegeben werden. Außerdem kann so die Funktion Net TV genutzt werden, die Zugriff auf das Internet und eine Reihe spezieller Webseiten erlaubt, die für die Darstellung am Cinema 21:9 optimiert sind. Philips hat das Gerät zudem mit gleich drei Tunern – DVB-C mit CI+, DVB-T und analoger Kabeltuner – ausgerüstet.

Preis und Verfügbarkeit
Der Philips Cinema 21:9 (56PFL9954H) ist ab sofort verfügbar und kostet schmucke 3.999,99 Euro.

player.de meint: Gigantisch. Wir haben mit schwarzen Balken bisher zwar auch problemlos leben können (zumindest wenn sie wirklich schwarz und nicht milgrau sind), aber der Bildeindruck ohne selbige ist schon deutlich faszinierender, wie wir bei einer Vorführung bereits erleben konnten.

Aber: 2.250 Billionen Farben? Also 2,25 Millionen Milliarden Farben? Theoretisch sollte das mal eben um ein paar Zehnerpotenzen besser sein als das Wahrnehmungsvermögen des Menschen. Wer solche Marketing-Gags glaubt, ist wohl selbst schuld.

Und eines darf man bei aller Begeisterung auch nicht vergessen: Bei einem herkömmlichen- Full-HD-Fernseher müssen nur SD-Signale hochskaliert werden, während HD-Signale Pixelgenau dargestellt werden. Beim Philips Cinema 21:9 passiert das für’s Bild schädliche Skalieren sogar mit Bildern von Blu-ray. Und da es sich nicht um eine Verdoppelung oder ein geradzahliges Vielfaches der Pixelzahl handelt, ist damit auf jeden Fall ein leichter aber vermutlich merklicher Schärfeverlust vorprogrammiert.