My Space Music: Konkurrenz für iTunes?

Am heutigen 25.09.08 nahm der Musik-Dienst des Social-Networks MySpace seinen Dienst auf.-  Anhaltende Verhandlungen mit EMI hatten für eine Verzögerung des Starts gesorgt.-  Eigentlich hätte das Projekt „MySpace Music“ nach verschiedenen Anläufen schon letzte Woche gelauncht werden sollen.-  Jedoch hatte man zu diesem Zeitpunkt erst Sony BMG, Warner Music Group und Universal Music an Bord. Nun wird den Usern aber das gesamte Programm der vier großen Musik-Labels angeboten.

Neben Apples Music-Store iTunes gelingt es MySpace erstmalig die Big Four der Musikindustrie unter einen Hut zu bringen. Zudem soll der neue Dienst Künstler, Musikverlage und User zusammenbringen.-  So sind auch der Verlag Sony/ATV Music Publishing und der Indie-Vertrieb The Orchard an dem Joint Venture maßgeblich beteiligt. Damit soll, laut eigenen Angaben, eine über fünf Millionen große Musik-Community entstehen, die den größten Musik-Katalog weltweit anbieten soll.

Neben exklusiven Audio- und Videoinhalten wird den Community-Mitgliedern die Möglichkeit geboten, Playlisten aus dem Angebot zu erstellen, um sie anschließend auf den eigenen Profilen einzubinden. Allerdings sollen im „Personal Music Player“ demnächst auch Werbebotschaften auftauchen. Als Werbepartner stehen bisher die Unternehmen Sony Pictures, McDonald, State Farm und Toyota fest. Das Streamen von MP3s ist kostenlos, aber nur auf den PC beschränkt. Streamen aufs Handy ist zum Beispiel nicht möglich. Durch eine Kooperation mit Amazon ist es zudem möglich, die Wunschmusik auch gleich zu kaufen. Derzeit ist MySpace Music nur auf der US-Version des Social-Networks verfügbar. Andere Sprachen sollen in den nächsten Monaten folgen.

Player.de meint: MySpace hat da einen schönen Coup gelandet. Dank der Zusammenarbeit mit den Big Four der Musikindustrie stellt man einen Musik-Katalog zur Verfügung, der ebenso beeindruckend, wie umfassend ist. Damit macht man iTunes mächtig Konkurrenz und das freut letztendlich den Nutzer. Das kostenlose Streamen von ausgewählten MP3-Titeln ist schon eine feine Sache, auch wenn Werbung mit an Bord ist. Mit der großen MySpace Community erreichen die Musikverlage unter Umständen sogar neue Käuferschichten, daher ist diese Zusammenarbeit mit MySpace sehr gut nachvollziehbar. Mit Amazon hat man natürlich auch direkt einen erstklassigen Partner als Direkvertrieb aufgetan. Uns gefällt besonders, dass die gekaufte Musik DRM-frei ist. Wie schon bei dem „SlotMusic„-Projekt geht die Industrie hier eindeutig den richtigen Weg. Warten wir also gespannt darauf, was die nächsten Monate bringen und wann „MySpace Music“ in Deutschland startet.